Maulbeerseide / Wildseide

In der Bettwarenindustrie sind beide Seidenarten qualitativ gleichwertig und unterscheiden sich nur in Farbe, Fadenlänge und Fadenstärke.

In dieser reinen Naturfaser vereinen sich alle Eigenschaften für gesundes Schlafen. Von hoher Wärmespeicherkapazität (antirheumatisch) ist sie leicht, geschmeidig und vor allem auch bestens hautverträglich. Die Fasestruktur bewirkt vollen Temperaturausgleich und ist somit in hohem maße feuchtigkeitsregulierend. Sie ist die Naturfaser für Empfindliche und Anspruchsvolle.

Man unterscheidet:

  1. die Maulbeerseide, auch edle oder reale Seide genannt.
    Sie stammt von den Raupen eines Nachtschmetterlings. Dieser Maulbeerspinner wird gezüchtet und ernährt sich wie sein Name sagt von den frischen Blättern des Maulbeerstrauches, oder -baumes.

    Die Heimat des Maulbeerspinners ist China. Dort wird die Zucht der Raupen und die Gewinnung des Fadens schon seit vielen tausend Jahren betrieben. Auf kaiserlichen Befehl wurde dort das Geheimnis der Seidengewinnung sorgfältig gewahrt und sein Verrat mit Todesstrafe bedroht.

    Die Geschichte der deutschen Seidenerzeugung beginnt Ende des 16. Jahrhunderts und erreichte eine Blüte durch die Bemühungen Friedrichs des Großen um die Einführung der Seidenraupenzucht in Preußen.
  2. die Wildseiden
    Sie stammen nicht von gezüchteten, sondern wild lebenden Schmetterlingsarten. Die bekanntesten sind die aus Indien stammende Tussahseide vom Tussahspinner, aber auch aus China und Japan kommen Seiden des wild lebenden Seidenspinners aus der Familie der Nachtpfauenaugen.
    Die Tussahseide ist rauer, ungleichmäßiger, weniger glänzend und härter im Griff, ist jedoch der edlen Seide ebenbürtig.

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